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Bernhard und Botond

„Herzergreifend wie ein Roman“ – Paul Jandl bespricht „Anneliese Botond: Briefe an Thomas Bernhard“ in der NZZ.

Wer hätte schon Thomas Bernhards Lektorin sein wollen? Diese Frau war es!

Rund hundertfünfzig Briefe an Thomas Bernhard sind von seiner Lektorin überliefert. Sie zeichnen ein wunderbares Doppelporträt einer rastlos Neugierigen und eines unfreundlich Leidenden.

Quelle: NZZ.ch Online Artikel

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Der Korrektur-Verlag hegt und pflegt Thomas Bernhard

Ingeborg Waldinger schreibt in der NZZ über den Korrektur Verlag eine interessante und treffende Zeilen, die hier als Auszug, komplett im Original auf NZZ.ch lesenswert sind:

Im Selbstporträt des Korrektur-Verlages heisst es, die Publikationen stünden «in (enger oder weiter) Beziehung zu Leben und Werk von Thomas Bernhard» und rückten das persönliche, literarische und künstlerische Umfeld des Autors in neue Perspektiven. Aber was kann der Korrektur-Verlag, das Bernhards Hausverlag Suhrkamp nicht kann? Dazu Raimund Fellinger: «Der Korrektur-Verlag kann sich ganz konzentrieren auf Werk und Person von Thomas Bernhard sowie dessen Umfeld, damit auch und vor allem Texte zu Spezialgebieten bringen, die die Gemeinde der eingeschworenen Bernhardiner interessieren.»

Quelle: NZZ.ch Online Artikel

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Thomas Bernhard neu lesen: sagt Die Presse

In Die Presse schreibt Wolfgang Straub eine lesenswerte Besprechung über „Der unbekannte Thomas Bernhard“ von Hans Höller.

Höllers Buch ist ein Plädoyer für das Durchbrechen der (eigenen) festgefahrenen Lektüreklischee. Die „Kunst, Bernhard zu lesen“, bestehe darin, Widerstand zu leisten gegen die „absolut gesetzten Oppositionen“, gegen die Identifikation des Werks mit der „zwanghaften Mechanik“ der monomanischen Geistes-Diskurse. Diese Widerständigkeit ermöglicht dann, Höller folgend, Entdeckungen wie die erzählerischen Versuchsanordnungen eines Umgangs mit der „Idee einer am Glück orientierten Lebenskunst“ oder der großen Bedeutung von Freundschaft in Bernhards Büchern.

Quelle: DiePresse.com Online Artikel

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Die Literatur bleibt

In der Neuen Vorarlberger Tageszeitung erschien eine Rezension zu „Moos auf den Steinen“, geschrieben von Peter Natter.

Der Korrektur Verlag, auf das Werk Thomas Bernhards zentriert, bringt zum 90. Geburtstag von Gerhard Fritsch seinen ersten Roman (Moos auf den Steinen) neu heraus, als ersten Band einer projektierten Werkausgabe. Diese Publikation ist gewichtiger als das allermeiste, was sich auf den Bestsellerlisten und im Feuilleton tummelt, um Welten gewichtiger.

Quelle: Artikel der Neuen Vorarlberger Tageszeitung im PDF Format
Website: Neue Vorarlberger Tageszeitung (kein Artikel in der Online Ausgabe)

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Hans Höller „Der unbekannte Thomas Bernhard“ bei faustkultur

Hans Höllers „Der unbekannte Thomas Bernhard“ findet sich mir einer Rezension in der faustkultur:

Gerade dadurch, dass er Bernhard und dessen „berührende Bejahung des Lebendigen“ sowie das, „was einem an dieser Komik beim Lesen weh[tut]“ (S. 11), „mit dem vertrackten Affekt“ (S. 29) seiner Liebe zu ihm behandelt, trägt Hans Höller ihm Rechnung: Durch seine zarte Berührung des Bernhardschen Werkes führt Hans Höller uns ganz dicht an Thomas Bernhard heran, ohne ihn dabei zu einem Gegenstand zu machen. Und vielleicht ist der „unbekannte Bernhard“ eine Aufgabe, die darin bestünde, sich mit allen Mitteln der Empfindung zu weigern, das Werk und das Wirken Bernhards zu vergegenständlichen, um weiterhin so über ihn staunen zu können, als wäre er erst gestern mit Frost über uns hereingebrochen in der Hoffnung, die alten und verbrauchten literarischen Ausdrucksformen mögen Feuer fangen; um weiterhin so über ihn zu staunen wie Hans Höller, der Bernhard zweifelsohne am nahesten gekommen ist. Höllers Liebeserklärung an Bernhard, sein mustergültiges Bernhard-Studium, besteht in seiner Indiskretion, ihm sich derart zu öffnen, dass ein endgültiges Kennenlernen sich ins Unendliche verzögern muss.

Quelle: faustkultur.de

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Hans Höller über den unbekannten Thomas Bernhard

Hans Höller schreibt in Der Standard über den unbekannten Thomas Bernhard und sein neues Buch: »Der unbekannte Thomas Bernhard«:

Der unbekannte Bernhard habe ich die in diesen Tagen erscheinende Sammlung meiner Bernhard-Aufsätze genannt. Für einen der Beiträge in dem Buch gilt das Wort „unbekannt“ im ganz wörtlichen Sinn, weil es darin um die unveröffentlichte Erzählung Zwei Freunde geht („12. XI. 62 beendet“ steht handschriftlich auf dem Typoskript), die ich im Bernhard-Nachlass gelesen habe.

Aus diesem Aufsatz habe ich die Stelle für den Vorabdruck ausgewählt. Die Erzählung ist nicht nur unveröffentlicht, sondern der ungewöhnlichste Bernhard, den man sich vorstellen kann. Dr. Fabjan hatte mir dankenswerterweise „seinerzeit“, als ich mich noch nicht aus den Bernhard-Institutionen zurückgezogen hatte, die Erlaubnis für die Übernahme größerer Textzitate gegeben.

Quelle: derstandard.at

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faustkultur und Der Briefwechsel – eine Rezension

Alexandru Bulucz schreibt in faustkultur.de eine ausführliche Rezension des kürzlich erschienenen Titels »Der Briefwechsel«:

Der erste abgedruckte Brief stammt aus dem Jahr 1956, Bernhard und Fritsch begegnen einander aber vermutlich schon früher. Bis Ende der fünfziger Jahre zeichnen sich ihre beruflichen Wege immer deutlicher ab: Der Germanist Fritsch (geb. 1924) arbeitet trotz literarischem Erfolg (Moos auf den Steinen) verstärkt als Redakteur von Literaturzeitschriften (so zum Beispiel von Wort in der Zeit und der bis heute uns erhaltenen Literatur und Kritik) und als Lektor für verschiedene Verlage. Bernhard (geb. 1931), noch Student und schon damals ein besessener Österreich-Kontrastierer, reist viel; seine Schriftstellerei: eine Bewegung zwischen Burn-out und manischem Schreiben. In der Wiener Städtischen Bücherei hält er unter Fritschs Schirmherrschschaft erste Autorenlesungen und in dessen Literaturzeitschriften darf er erste Texte veröffentlichen. Publikationen, die Anlass sind für erste Bernhardsche Widersprüche: „Für die Verse in W.i.d.Zt. dank ich Dir, ich bin nie glücklich, wenn was erscheint, aber ich freu mich doch sehr, das ist eine unbegreifliche, komische, desparate Mischung“; Gespräche, die Anlass sind für Universalien: „Wie rasch doch das, was man gerade noch geschrieben und durchdacht hat, langweilig wird.“

Quelle: faustkultur.de