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Thomas Bernhard neu lesen: sagt Die Presse

In Die Presse schreibt Wolfgang Straub eine lesenswerte Besprechung über „Der unbekannte Thomas Bernhard“ von Hans Höller.

Höllers Buch ist ein Plädoyer für das Durchbrechen der (eigenen) festgefahrenen Lektüreklischee. Die „Kunst, Bernhard zu lesen“, bestehe darin, Widerstand zu leisten gegen die „absolut gesetzten Oppositionen“, gegen die Identifikation des Werks mit der „zwanghaften Mechanik“ der monomanischen Geistes-Diskurse. Diese Widerständigkeit ermöglicht dann, Höller folgend, Entdeckungen wie die erzählerischen Versuchsanordnungen eines Umgangs mit der „Idee einer am Glück orientierten Lebenskunst“ oder der großen Bedeutung von Freundschaft in Bernhards Büchern.

Quelle: DiePresse.com Online Artikel

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Hans Höller über den unbekannten Thomas Bernhard

Hans Höller schreibt in Der Standard über den unbekannten Thomas Bernhard und sein neues Buch: »Der unbekannte Thomas Bernhard«:

Der unbekannte Bernhard habe ich die in diesen Tagen erscheinende Sammlung meiner Bernhard-Aufsätze genannt. Für einen der Beiträge in dem Buch gilt das Wort „unbekannt“ im ganz wörtlichen Sinn, weil es darin um die unveröffentlichte Erzählung Zwei Freunde geht („12. XI. 62 beendet“ steht handschriftlich auf dem Typoskript), die ich im Bernhard-Nachlass gelesen habe.

Aus diesem Aufsatz habe ich die Stelle für den Vorabdruck ausgewählt. Die Erzählung ist nicht nur unveröffentlicht, sondern der ungewöhnlichste Bernhard, den man sich vorstellen kann. Dr. Fabjan hatte mir dankenswerterweise „seinerzeit“, als ich mich noch nicht aus den Bernhard-Institutionen zurückgezogen hatte, die Erlaubnis für die Übernahme größerer Textzitate gegeben.

Quelle: derstandard.at