Die Atmung der Liebenden mit Anomalien

Hardcover | Text, Bilder

19,80 € inkl. MwSt.

Beschreibung

Verstreute und nachgelassene Texte

„Der vorliegende Band eröffnet eine auf drei Bände konzipierte Edition mit verstreuten und nachgelassenen Texten Helena Adlers. Fünf der in diesem Band vorgelegten Texte erschienen zwischen 2020 und 2023. Die drei anderen Texte sind seit den frühen 2010er Jahren entstanden. Helena Adler selbst plante einen Erzählungen und Kurzprosa versammelnden Band »Die Atmung der Liebenden mit Anomalien«. Zusammen mit den bereits verstreut publizierten Texten zeugen diese bislang unveröffentlichten Texte von einer thematischen und stilistischen Vielfalt, die diejenige der vorausgegangenen Publikationen erweitert und bereichert.

»Das Land weint leise« bedenkt das Fremde, die Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie die Heimat der eigenen Ahnen, aber auch die Veranlassung zu eigenem Schreiben.

»Quarantanamo«, Tagebuchaufzeichnungen aus der frühen COVID- 19-Pandemie, berichtet von den Folgen der Pandemie für Helena Adler als Autorin und als Privatperson.

In »Die Atmung der Liebenden mit Anomalien« geht es einerseits um eine hier freilich als »keine Gewinnergeschichte« beurteilte Liebesbeziehung zwischen einer jungen Frau und einem deutlich älteren Mann – beide sind Künstler. Andererseits wird der im Entstehen begriffene Text selbst reflektiert.

»Jesolo« knüpft an das 10. Kapitel aus Adlers Romandebüt »Hertz 52« an. Am Beispiel des gleichnamigen Ferienorts und einer deutschen Familie werden massentouristische und familiäre Scheinwelten sowie autoritäres Denken und Empfinden in den Blick gerückt.

»Margeriten für die Knochenhauerin«, eine Ehegeschichte, erinnert an Kurzgeschichten der langen 1950er Jahre. Thematisches Zentrum ist die höchst eigenwillige Selbstbehauptung der Protagonistin.

Bei »Semper Wien«, einem Stakkato von meist in anspielungsreiche Hauptsätze gefassten Aussagen über Wien, handelt es sich um eine einzigartige Liebeserklärung an Wien. Zu dieser Liebe gehört freilich auch der Hass.

In »Schnee von gestern« tritt der Großglockner dem Menschen quasi als personifizierte Geschichte und zugleich als personifizierte Natur entgegen: herausfordernd, resümierend, mahnend, beschimpfend, anklagend, prognostizierend, einklagend, beschwörend.

»Maulzeit«, eine Speisekarte eigenwilligster Art, spricht zum einen »vom Schlaraffenland«. Zum anderen ironischerweise aber auch davon, wovon eigentlich nicht gesprochen werden soll: Vom Gegenteil zum Schlaraffenland nämlich, und das ist Österreich.“
Günther Helmes

 

Adler, Helena | Beruf: Autorin
geboren 1983 in Oberndorf bei Salzburg als Stephanie Helene Prähauser; gestorben 2024 in Salzburg, war eine österreichische Schriftstellerin und bildende Künstlerin.

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